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Wiedersehen mit Heidi

Projektlaufzeit: 13.04.2021 - 31.03.2022

Wiedersehen mit Heidi / Re-reading Heidi.

Polyperspektivische Lektüren der Heidi-Romane von Johanna Spyri

Lehr-, Lern- und Publikationsprojekt 2021/22

Mit ihrem Roman „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ (1880) und der Fortsetzung „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ (1881) konnte Johanna Spyri (1827–1901) einen großen Erfolg landen. Seither wurden die Heidi-Romane in ca. 50 Sprachen übersetzt. Sie gehören – wie sonst nur die Werke von Astrid Lindgren – zum west­lichen Kanon der populären Kinder- und Jugendliteratur. Zahlreiche Transformationen in Medienformate wie Spielfilm, TV-Serie/Anime, Comic und Audiobook folgten. Die Vorlesung „Wiedersehen mit Heidi“ nähert sich dem Roman unter interdisziplinären Gesichtspunkten aus der Diversitätsforschung. Die Beiträge internationaler Wissenschaftler*in­nen unterziehen den Roman und seine Fortsetzung einer aktualisierten und polyperspektivi­schen Lektüre, um so seiner hohen Konnektivität und großen Popularität auf die Spur zu kommen. Im Zentrum der Beiträge stehen wichtige Diversitätsdimensionen wie Alter, Behinderung, Nation, Geschlecht, Ethnie und soziales Milieu. Auch weitere Differenzen geraten in den Blick, z.B. bildungsbiographische Unterschiede zwischen der von Armut gezeichneten ländlichen Bevölkerung und dem urbanen, gut situierten Bürgertum. Überdies ist die Mehr­sprachigkeit in diesem Text ein auffälliges Distinktionsmerkmal. Aufmerksamkeit kommt insbesondere den medialen Transformationen des Heidi-Stoffs im globalen Vertriebskontext zu, vom Volkslied über den Spielfilm zur Manga-Serie.

Programm der digitalen Ringvorlesung im Sommersemester 2021 (hier im pdf-Download)

Screencasts dienstags ab 12 Uhr, digitale Diskussion in Zoom jeweils von 13-14 h s.t.

Interessierte sind herzlich willkommen!
Bitte melden Sie sich zur Vorlesung auf der Plattform Moodle intern in LSF oder extern unter folgender an:
diversitaet.fk15@tu-dortmund.de

13.04.2021
Linda Leskau & Sigrid Nieberle (Dortmund): Zur Einführung: Auf Wiedersehen

20.04.2021
Nele McElvany & Chantal Lepper (Dortmund): Wiedersehen mit Heidi/Re-Reading Heidi – Diversität in der schulischen Bildung gestern und heute

Claudia Gärtner (Dortmund): Religion und religiöse Bildung in den Heidi-Romanen

27.04.2021

Barbara Mertins & Team (Dortmund): Mökke essen – das tut nicht nur dem Großvater gut. Dialekte und sprachliche Varietäten im Spiegel der Mehrsprachigkeit

04.05.2021

Victoria Gutsche (Erlangen/Berlin): Das kranke Töchterlein. Behinderung und körperliche Differenz in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

Marina Rauchenbacher (Wien): Verborgen : Im Zentrum : Dazwischen. Kranke Körper in Heidi-Comics

11.05.2021

Agnes Bidmon (Erlangen): Von der schönen Seele zum Tomboy? Mediale und historische Transformationen der Heidi-Figur

Christine Künzel (Dortmund/Hamburg): ‚Das Heidi‘ als Figur des Dritten

18.05.2021

Anna Gisbertz (Dortmund/Mannheim): Sitzen – Gehen. Bewegungsformen und weibliches Freiheitsbegehren in Heidis Lehr- und Wanderjahre (1880/81)

01.06.2021

Irina Gradinari (Hagen): Heidi und der ‚Ursprung‘ des Weiblichen: Mythos, Genre und Stereotypie

Eva Blome (Hamburg): Zwischen Alp und Alphabetisierung – Spyris Heidi als transclasse-Figur

08.06.2021

Alexandra Tischel (Stuttgart): Heidis Tiere – Johanna Spyris Romane aus Sicht der Animal Studies und des Ecocriticism

15.06.2021
Karin Baumgartner (Utah): Alpendiskurse in der Schweizer Literatur

Melanie Unseld (Wien): S’Dirndl und s’Dudeln – das Alpenländische im Wienerlied. Eine Annäherung

22.06.2021

Matthias Hastall, Cosima Nellen, Alexander Röhm & Michélle Möhring (Dortmund): Re-Reading Heidi: Eine Betrachtung von Diversitätsmerkmalen aus Sicht der Anti-Stigma-Kommunikationsforschung

Gudrun Marci-Boehncke & Hanna Höfer-Lück (Dortmund): Heidis Medienwelt

29.06.2021

Sigrid Nieberle (Dortmund): Gipfelklänge. Soundscapes in den Heidi-Romanen Johanna Spyris

Cornelia Bartsch (Dortmund): Heidis Soundtracks – zur Musik von Heidi-Filmen

06.07.2021

Tanja Nusser (Cincinnati): Heidi lebt: “To be sure, she was no longer the little girl of yesterday…” Die Heidi Romane des Johanna Spyri-Übersetzers Charles Tritten

Franziska Bergmann (Trier/Oxford): René Polleschs Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr und die Kritik spätkapitalistischer Geschlechterverhältnisse

13.07.2021

Heidi Schlipphacke (Chicago): Traumatisierte Männerseelen und das Prinzip Heidi in Johanna Spyris Heidi-Romanen

20.07.2021

Abschlussdiskussion

Veranstalterinnen:

Professur für neuere und neueste deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Gender und Diversität
Dr. Linda Leskau & Prof. Dr. Sigrid Nieberle


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