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Forschungsstelle Jugend – Medien – Bildung

Die Forschungsstelle Jugend - Medien - Bildung ist eine interdisziplinäre Kooperation zwischen der Professur für Neuere Deutsche Literatur/Elementare Vermittlungs- und Aneignungsaspekte an der TU Dortmund und der Professur Philosophie der PH Ludwigsburg  und hat zwei Standorte. Die Forschungsstelle erforscht von einem interdisziplinären Standpunkt aus die Zusammenhänge zwischen Mediennutzung und Bildungsprozessen v.a. bei Jugendlichen. Es geht uns um die Klärung der Wirkungen medialer Angebote und Nutzungsformen ebenso wie um die pädagogische Gestaltung von Medienbildungsprozessen. In der Zusammenarbeit vor allem der Bereiche Deutsch, Medienwissenschaft und Philosophie/Ethik werden sowohl empirische als auch theoriebildende und normative Aspekte der Medienbildung bearbeitet.

 

Arbeitsschwerpunkte: 

 

Mediatisierung in der Lehrer*innenausbildung; digitales Lesen, Leseforschung und -förderung; Mediale Beliefs von pädagogischem Personal in Kita, OGS, Schule, Universität und Bibliothek; Inklusion und Spiel


Ankündigungen

Erfolgreiche Disputation im Fachbereich Neuere deutsche Literatur/Elementare Vermittlungs- und Aneignungsprozesse

Dr. des. Habib Günesli hat am 09. Juli 2019 erfolgreiche seine Dissertation mit dem Titel "Kleinkinder und Medien in Deutschland: Eine kultursensible Studie zur (re-)Konstruktion mediatisierter Kultur- und Sozialisationskontexte in der Frühen Bildung" mit dem Prädikat summa cum laude abgeschlossen.

Habib-Disputation

Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Dr. des. Habib Günesli, Prof. Dr. Yüksel Ekinci (von links)

FJMB mit Vorträgen auf der EDULEARN 2019

Mit zwei Vorträgen aus nationalen und internationalen Forschungsprojekten war die FJMB/Dortmund vom 6.-8. Juli auf der EDULEARN auf Mallorca präsent. Gemeinsam mit über 700 Wissenschaftler*innen besprachen sie zwei Tage lang die Möglichkeiten der Digitalisierung für Unterrichtssituationen.

Digitale Medienbildung: Lehrende denken zu wenig vom Lernenden aus.

Tatjana Vogel M.Ed. hat die Ergebnisse einer qualitativen Studie aus dem Kontext des EU-Projekts DigiLitEY vorgestellt. Dort waren auch deutsche Lehrkräfte zu ihrer eigenen Medienkompetenz und ihrer Perspektive auf unterrichtliche Medienbildungsprozesse befragt worden. Auf der Basis des europäischen Referenzrahmens EU DigiCompEDU (Reddecker 2017) wurden die Interviewaussagen kodiert. Ergebnis: Trotz eigener praktischer Mediennutzung im Alltag denken die Lehrkräfte zu wenig an produktive Lernmöglichkeiten ihrer Schüler*innen. Unterricht wird immer noch top-down geplant, ko-konstruktivistische Lernarrangements werden noch nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie Evaluationsmöglichkeiten zur internen Qualitätssicherung des eigenen Unterrichts, die digitale Medien sehr einfach ermöglichen.

Lehramtsstudierende brauchen mehr Wissen, Können und Reflexion zu eigenen Inszenierungen.

Malte Delere M.Ed. und Hanna Höfer-Lück haben auf der Basis einer eigenen Studie zum medialen Habitus von Lehramtsstudierenden die Theoriebasis zum neuen Zertifikat ISoLDE Inklusion-Spiel-digitale Medien vorgestellt. Hier sollen Studierende über theaterpädagogische Erfahrungen an spielerisches Lernen herangeführt werden. Dies ist methodische Grundlage für produktiv und partizipativ orientierte Medienbildung. Studierende zeigen zwar bisher ein intensives Nutzungsverhalte, dies ist aber eher rezeptiv orientiert oder beschränkt sich auf Aktivitäten in privaten Kommunikationsmedien. Gerade für inklusiven Unterricht ist jedoch eine spielerische und gemeinschaftliche Nutzung digitaler Medien lerntheoretisch sinnvoll.

Vernetzungen zur Diversitätsforschung

In sonnigem Ambiente nutzten die Mitglieder der Forschungsstelle die Möglichkeiten zur fachlichen Vernetzung. „Wir konnten viele Kolleg*innen ansprechen für interessante Kooperationen, sowohl im Bereich der Medienbildung als auch zur Forschung zu Genderthemen im Kontext der AG Diversitätsstudien“, resümiert Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke. „Es ist gut, dass sich internationale Projekte damit beschäftigen, wie gerade auch im Wissenschaftsbetrieb immer noch Frauen über mehr oder weniger subtile Strategien benachteiligt werden. Dazu gehört die Verhinderung von Lehrpreisen, die Ignoranz von Forschungsvorhaben oder auch bevormundende Kommunikation. Es wird höchste Zeit, dass solche Verhaltensweisen beim Namen genannt werden. Manches geschieht wie selbstverständlich: es war immer so und fällt niemandem mehr auf. Dass Frauen weniger häufig in Führungspositionen kommen, ist bereits bekannt und wird unter dem Terminus der glas ceiling beschrieben. Ein anderer Fokus auf Benachteiligung durch Niedrighalten und Bevormunden wird als “sticky floor” bezeichnet. Es ist gut, dass junge Menschen in Nachwuchspositionen beizeiten auf solche Mechanismen aufmerksam gemacht werden, um nicht selbst Täter oder Opfer zu werden,” erklärt Marci-Boehncke als Teamleiterin.

Digitale Medienbildung 4.0: Synthese von Geistes- und Naturwissenschaften

Außerdem, resümiert sie, scheint die in den Keynotes der Tagung proklamierte Verbindung geisteswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Kooperationen zum Verständnis von Digitalitaet in Lehr-/Lernprozessen in der Ausrichtung neuer Projektintitiativen eine zukunftsträchtige Perspektive zu sein. Erste Ideen dazu gibt es im Team bereits.

Von der Rückkehr zur Persönlichkeit: Charakter als Ausbildungsperspektive

Nicht nur für angehende Lehrkräfte macht sich ein neuer Trend in der Ausbildung bemerkbar. Nachdem lange von vielen Kritik am Weinertʼschen Kompetenzbegriff von 2001 geäußert wurde, weil die von ihm geforderte volitionale Komponente nicht empirisch messbar schien und damit eher ausgeklammert wurde, steht jetzt ganz umfänglich Charakterbildung als Ausbildungsziel im Kurs. Skills, Knowledge and Character werden als die Meta- Kompetenzen von Studierenden des 21. Jahrhunderts beschrieben. Dazu gehören Neugier, Mut, Umsicht, Verantwortung, Widerstandsfähigkeit und Führungskraft. “Mit unseren Projekten zu Haltungen und Beliefs sind wir da gerade sehr aktuell”, stellt das Team fest.

 

Forschungsstelle Jugend-Medien-Bildung hält Vorträge bei internationaler Tagung am MIT

Foto 1

Das Team der FJMB der Standorte TU Dortmund, PH Ludwigsburg
vor dem „Great Dome“ des MIT. Hanna Höfer-Lück,
Prof. Dr. Dr. Matthias Rath, Malte Delere (hintere Reihe, von links).
Dr. Raphaela Tkotzyk, Tatjana Vogel, Kim Hebben,
Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Gerrit Boehncke (vordere Reihe, von links).

An insgesamt drei Tagen fanden eine Pre-Conference und die zwei-tägige internationale Tagung statt. Gerahmt war das Programm durch gemeinsame Abend-Empfänge, bei denen sich alle Teilnehmer*innen, Mitarbeiter*innen und Alumni in lockerer Atmosphäre austauschen und vernetzen konnten.

    

Foto 2

„Playtest-Pre-Conference“ mit Prof. Henry Jenkins, Kim Hebben,
Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke (von links)

 

Von über 5000 Einreichungen wurden mit einer Auswahlquote von nur 7% rund 300 Vortagende ans MIT eingeladen. Die FJMB war dabei an beiden Tagen in insgesamt drei verschiedenen Panels mit fünf Vorträgen vertreten. 

 

Foto 3

Malte Delere (im Bild) und Tatjana Vogel während ihres
Vortrags zum Thema: „Focussing ‚teachers beliefs‘ – how
German pre-service teachers think about digital media,
democracy, and political denunciation“ im Panel „Publics:
Engaging and Engrossing across Media in the Modern Era“

 

„Eine Tagung am MIT ist für junge Wissenschaftler*innen wie uns natürlich eine ganz besondere Gelegenheit. Wir danken ausdrücklich der Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Dortmund e.V. für ihre Unterstützung, die uns diese Erfahrung ermöglichte.“ – Malte Delere & Tatjana Vogel

„Bei unserem Vortrag haben wir mit den Nachwuchswissenschaftler*innen das Demokratiebewusstsein unserer Lehramtsstudierenden untersucht, denn es spielt in aktuellen politischen und digitalen Kontexten eine entscheidende Rolle – auch als selbstreflexives Bewusstsein.“ – Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke und Prof. Dr. Dr. Matthias Rath

 

 Foto 4

  Tatjana Vogel & Malte Delere

 

Im von Prof. Dr. Theo Hug (Universität Innsbruck) organisierten Panel „Pitfalls for Democracy in the Digital Age: Perspectives between Artificial Stupidity and Robot Ethics“ haben Gudrun Marci-Boehncke und Hanna Höfer-Lück zu „Political opinion-making within digital echo-chambers” referiert. Matthias Rath aus Ludwigsburg hielt einen Vortrag zum Thema „Are robots ‚moral actors‘“?

„Es ist von gesellschaftlicher Relevanz, politische Dimensionen digitaler Partizipation wissenschaftlich zu untersuchen. Ein an sich demokratisches und partizipatives Medium wie ein Online-Forum garantiert – wie wir mit der Diskurstheorie von Habermas untersucht haben - noch keinen demokratischen Diskurs. Wir haben erforscht, inwiefern dort Echokammern entstehen und wie sie funktionieren.“ – Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke & Hanna Höfer-Lück

„Die spannende Forschung zu ‚moral machines’ am MIT muss auch medienethisch begleitet werden. Der Austausch über Fachgrenzen hinweg hilft, normative Handlungsregeln für zukünftige autonome Maschinen wie selbstfahrende Autos ethisch zu kritisieren und demokratisch zu legitimieren.“ – Prof. Dr. Dr. Matthias Rath

 

Foto 5

Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke und
Prof. Dr. Dr. Matthias Rath vor dem
Media Lab des MIT

 

Kim Hebben hat im Panel „Television’s Transitions“ zu „Television’s Figuration(s): Playful Media Practices Between Autonomy and Control“ vorgetragen.

„Am Beispiel des Fernsehens können interessante Beobachtungen über mediale Partizipation und deren Wechselspiel aus Freiheit und Kontrolle gemacht werden. Dadurch eingeübte Strukturen und Verhaltensmuster können im Spiel begriffen werden, weshalb dieses gerade als Instrument des (Ein)Übens im Bereich der Medienbildung relevant ist.“ – Kim Hebben

 

Foto 6

Das Team der TU Dortmund auf dem Campus
des MIT vor dem „Ray and Maria Stata Center“.

Erasmus-Partnerschaft

Liebe Studierende:

Die Universität Tours, mit der wir eine ERASMUS-PARTNERSCHAFT haben, lädt ein zur Bewerbung um einen Platz im neuen transdisziplinären Master-Studiengang „Études culturelles“.

Er wendet sich an Studierende der Germanistik, Anglistik und Hispanistik und bietet neben gemeinsamen Basismodulen in französischer Sprache komplementäre Lehrveranstaltungen in den gewählten Sprachen an. Studierende mit entsprechenden Sprachkenntnissen (C1) können sich dafür vom 22.4 – 13.5. unter folgendem Link bewerben:

https://www.univ-tours.fr/formations/formations-2/nos-formations/master-arts-lettres-langues-mention-langues-et-societes-parcours-etudes-culturelles-605825.kjsp

Darüber hinaus sind auch weitere Studienaufenthalte über ERASMUS in Tours von deutschen Studierenden im Rahmen ihres Germanistik-Studiums möglich.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Verantwortliche der AG-Diversität: Dr. Raphaela Tkotzyk

Raphaela.Tkotzyk@tu-dortmund.de oder derzeit vertretungsweise an: Gudrun.Marci@tu-dortmund.de

Internationale Vortäge

Wir sind stolz darauf mitzuteilen, dass die Forschungsstelle Jugend-Medien-Bildung im Mai 2019 mit folgenden Beiträgen auf der Tagung des Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, MA. (MIT) zu Media in Transition 10: Democracy and Digital Mediamit mehreren peer-reviewten Beiträgen dabei ist:

Mit Vorträgen von

Gudrun Marci-Boehncke, Matthias Rath, Malte Delere, Tatjana Vogel (TU/Dortmund/PH Ludwigsburg): 
Focussing „teachers beliefs“ – how German pre-service teachers think about digital media, democracy, and political denunciation 

Kim Hebben (TU Dortmund): Television’s Figuration(s): Playful Media Practices Between Autonomy and Control

sowie im Panel, organisiert von Theo Hug: Pitfalls for Democracy in the Digital Age: Perspectives between Artificial Stupidity and Robot Ethics mit Vorträgen von:

Hanna Höfer-Lück, Gudrun Marci-Boehncke (TU Dortmund): Political opinion-making within digital echo-chambers
Matthias Rath (Ludwigsburg): Are robots „moral actors“?



Nebeninhalt

AKTUELLES

  • Erasmus-Partnerschaft mit der Universität Tours. Bewerbung um einen Platz im neuen transdisziplinären Master-Studiengang „Études culturelles“. Geeignet für Studierende der Germanistik, Anglistik und Hispanistik. Studierende mit entsprechenden Sprachkenntnissen (C1) können sich dafür vom 22.4 – 13.5. unter folgendem Link bewerben:

    https://www.univ-tours.fr/formations/formations-2/nos-formations/master-arts-lettres-langues-mention-langues-et-societes-parcours-etudes-culturelles-605825.kjsp

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Verantwortliche der AG-Diversität:  Dr. Raphaela Tkotzyk

    Raphaela.Tkotzyk@tu-dortmund.de oder derzeit vertretungsweise an: Gudrun.Marci@tu-dortmund.de

  • Beteiligung der Forschungsstelle mit folgenden Vorträgen auf der Tagung Media in Transition 10: Democracy and Digital Media des Massachusetts Institute of Technology (Mai 2019):
    Marci-Boehncke, Gudrun /Rath, Matthias/Delere, Malte/Vogel, Tatjana (TU/Dortmund/PH Ludwigsburg): Focussing „teachers beliefs“ – how German pre-service teachers think about digital media, democracy, and political denunciation
    Hebben, Kim (TU Dortmund): Television’s Figuration(s): Playful Media Practices Between Autonomy and Control.
    Panel, organisiert von Theo Hug: Pitfalls for Democracy in the Digital Age: Perspectives between Artificial Stupidity and Robot Ethics,
    mit Vorträgen von Hanna Höfer-Lück, Gudrun Marci-Boehncke (TU Dortmund): Political opinion-making within digital echo-chambers
    und Rath, Matthias (Ludwigsburg): Are robots „moral actors“?